Umgang mit dem Trauma
Primäre Lebensorganisation
Modell des psychischen Apparates
Analyse literarischer Werke
Der Taugenichts von Eichendorff
Das Mþrchen von der Unke
Giftmischerin Adelbert von Chamisso
Mona Lisa Interpretation
Mona Lisa Anschauung
Publikationen Hans Holderegger
Das GlYck des verlorenen Kindes
Rezensionen Hans Holderegger
Inhaltsverzeichnis Buch 'Das GlYck des verlorenen Kindes'
'Der Umgang mit dem Trauma' Hans Holderegger
Rezensionen 'Der Umgang mit dem Trauma'
Inhalts-Verzeichnis 'Der Umgang mit dem Trauma'
Fachartikel Dr. Hans Holderegger
Dr. Hans Holderegger
 

ein neues modell zum Aufbau des seelenlebens
Entgegen bisheriger Vorstellungen gehen wir davon aus, daß der Mensch über eine angeborene psychische Grundstruktur verfügt. Der psychische Apparat, der sich während der fötalen Existenz anlegt und von der Geburt bis zum Tod eine weitere Reifung und Modifizierung erfährt, verändert sich also in dem Maße, als der Mensch mit neuen Lebensaufgaben konfrontiert wird. Diese Lebensaufgaben sind die grossen Themen des Lebens , wie z.B. die Bindung, die Individuation, die psychosexuelle Entwicklung, die Loslösung von den primären Objekten, die Integration ins soziale Leben, die Paarbildung und Fortpflanzung, die Geburt und Erziehung eigener Kinder.

Diese Basisstruktur haben wir als "primäre Lebensorganisation" beschrieben. Sie ist präsymbolisch organisiert und besteht aus verschiedenen Affektsystemen, die den einzelnen Elementen einer zugrundeliegenden Motivationsstruktur zugeordnet sind. Das emotionale Grundpotential wird in neuronalen Vorgängen generiert und ist in seiner Anlage zunächst unabhängig von äußeren Einflüssen. Die angeborenen Verhaltensmuster, die sich im evolutionären Anpassungsprozeß herausgebildet haben, werden im Verlauf der individuellen Entwicklung modifiziert und so auf ein ganz spezifisches Umfeld ausgerichtet. Diese Prozeße stehen in einem engen Zusammenhang mit der Entwicklung einer neuen seelischen Dimension, der Entstehung eines geistigen Lebens und der Konstituierung einer Person, der sog. Ich-Entwicklung, die im Sinne von Rückkoppelungsvorgängen immer wieder auch auf die Beschaffenheit der Basisstruktur zurückwirkt. Die Ich-Entwicklung basiert auf der Fähigkeit des Gehirns, innere Zustände, die durch die vorprogrammierten Reaktionen hervorgerufen werden, auf ständig höheren Entwicklungsstufen zu repräsentieren.
(Das Modell besteht aus 23 Punkten...)