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Umgang mit dem Trauma
Primäre Lebensorganisation
Modell des psychischen Apparates
Analyse literarischer Werke
Der Taugenichts von Eichendorff
Das Mþrchen von der Unke
Giftmischerin Adelbert von Chamisso
Mona Lisa Interpretation
Mona Lisa Anschauung
Publikationen Hans Holderegger
Das GlYck des verlorenen Kindes
Rezensionen Hans Holderegger
Inhaltsverzeichnis Buch 'Das GlYck des verlorenen Kindes'
'Der Umgang mit dem Trauma' Hans Holderegger
Rezensionen 'Der Umgang mit dem Trauma'
Inhalts-Verzeichnis 'Der Umgang mit dem Trauma'
Fachartikel Dr. Hans Holderegger
Dr. Hans Holderegger
das glück des verlorenen Kindes - Rezensionen


Bisher erschienene Rezensionen
ZPPM Zeitschrift für Psychotraumatologie und Psychologische Medizin
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Zürichsee-Zeitungen
PSYCHE


ZPPM Zeitschrift für Psychotraumatologie und Psychologische Medizin
4. Jg. (2006) Heft 1, S.103

“Das Buch von Hans Holderegger ist einer Konvergenz von mehreren zentral wichtigen Ideen zu verdanken: der sorgfältig durchdachten Analyse von Werken der grossen Kunst und Weltliteratur, dem Studium der psychischen Mechanismen, die den Prozess der Traumatisierung kennzeichnen, sowie der Verknüpfung psychologischer und psychoanalytischer Konzepte mit neueren Ergebnissen aus den Neurowissenschaften. Ausgehend von den genannten unterschiedlichen Betrachtungsebenen, der soziokulturellen und subjektiven sowie der naturwissenschaftlichen Ebene, entwickelt der Autor eine neue Konzeption des psychischen Apparates...

„Das Glück des verlorenen Kindes“ ist ein kreatives Buch, das sich durch mutige Brückenschläge zwischen sehr unterschiedlichen Fachbereichen auszeichnet.“

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2002, Nr. 298, S. 36

"Ein Kind ist uns geboren - Doch wie wird es nun ein kluges Kerlchen?

Sonderbar inmitten der uferlosen Literatur über Babyforschung und pränatale Entwicklungen: ein Buch über die Organisation des Seelenlebens, das mit einer langen, gut fünfzig Seiten umfassenden Deutung von Eichendorffs Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" beginnt. Aber sonderbar muß dieser Zugriff eigentlich nur erscheinen, wenn man gewöhnt ist, die Beschreibung des Kindes von vornherein Entwicklungspychologen, Gehirnforschern und anderen Klinikern zu überlassen. Mit seinem Buch "Das Glück des verlorenen Kindes" will Hans Holderegger, selbst Psychoanalytiker in Zürich, das Kind gewissermaßen aus den Fängen der Professionellen zurückerobern. So empfiehlt es sich gleichsam als Antidot gegen die Suggestivität der naturalistischen Expertisen."
Christian Geyer

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Zürichsee-Zeitungen 17.04.02

"Psychoanalytische Vorstellungen auf den Kopf gestellt
Hans Holdereggers neues Buch "Das Glück des verlorenen Kindes"

Hans Holdereggers neues Buch "Das Glück des verlorenen Kindes". Darin stellt der Rüschlikoner Dozent und Psychoanalytiker Hans Holderegger sein neues Konzept vom Seelenleben vor.

Es leuchtet ein, dass eine solches Faktum nach einer neuen Konzeption des psychischen Geschehens verlangt. Diese komplexe Aufgabe meistert Hans Holderegger in "Das Glück des verlorenen Kindes", indem er - sein Vorgehen erinnert an seine integrierende Arbeit als Analytiker - den Erfahrungs- und Wissensschätzen des Literaten, des Psychoanalytikers, des Hirnforschers und des Kunstkenners Stein für Stein entnimmt und damit ein neues Menschenmosaik zusammensetzt. Und obschon es sich bei dieser Abhandlung um eine streng wissenschaftliche Arbeit handelt, liest sie sich erstaunlich leicht. Vielleicht mag sie eher den Literaten ansprechen, wenn der Autor anhand berührender Interpretationen von Eichendorffs "Taugenichts" und dem Grimm'schen "Märchen von der Unke" zeigt, was für eine Faszination, ja was für eine magische Anziehungskraft von den Texten ausgeht, in denen die primäre Lebensorganisation gestalterischen Ausdruck findet, oder sie mag eher den Kunstliebhaber für sich einnehmen, wenn Holderegger die Bedeutung des Wassers für Leonardo da Vinci erläutert und erstmals eine in sich geschlossene Interpretation der rätselhaften Mona Lisa anbietet. Gewiss aber kommen auch der Theoretiker, der praktizierende Psychologe oder Mediziner auf ihre Kosten, vor allem dann, wenn sich der Autor, um sein Konzept des psychischen Apparates auf ein naturwissenschaftliches Fundament abzustützen, mit Panksepps Konzept von der basalen Affektorganisation auseinander setzt. Holdereggers Seiten sind vollgepackt mit Erkenntnissen, nicht zuletzt, weil er sein Menschenbild auf der Grundlage vier wissenschaftlicher Disziplinen zusammensetzt. Und es ist nicht zu leugnen, dass diese Erkenntnisse ein neues Licht auf viele Phänomene des psychischen Geschehens werfen, ja dafür sogar erstmals in sich geschlossene Erklärungen liefern."

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PSYCHE
Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen
Februar 2003, Klett-Cotta

"Zuerst einmal lässt der Titel aufmerken: Das Glück des verlorenen Kindes - ist es nicht eher ein Unglück, verloren zu sein, kann ein verlorenes Kind überhaupt glücklich sein? Oder geht es nicht vielmehr um das verlorene Glück des Kindes? Dieser mehrdeutige, paradoxe und auch provokante Titel macht neugierig, er stellt eine Herausforderung dar, sich auf die Paradoxie einzulassen.
Das vorliegende Buch ist gegliedert in fünf Teile, wobei die beiden ersten, eingeleitet durch Textstellen aus Eichendorffs Taugenichts und dem Märchen von der Unke, hinführen zum eigentlichen Thema: Der primären Lebensorganisation und Selbstkonstituierung. Der Aufbau des psychischen Apparates wird neu gezeichnet und es wird darauf hingewiesen, dass es in den verschiedensten Disziplinen (Literatur und Kunst, Mythologie, Ethnologie, Psychoanalyse, Biographie und Philosophie) inzwischen Hinweise dafür gibt, dass wir die eigentliche Grundstruktur des seelischen Lebens neu überdenken und unsere Vorstellungen über das Ich überprüfen sollten.
Der Beschäftigung mit Literatur und Kunst wird ein besonderes Gewicht eingeräumt, unter anderem deshalb, weil sie einen besonderen Zugang zur frühen Erinnerung und zur Welt der primären Lebensorganisation ermöglichen. Bildhafte und damit die Sensorik anregende Zugänge schaffen andere, bisweilen überraschende Möglichkeiten als der Zugang über das logische Denken.
Dieses Buch enthält Vorschläge und Bruchstücke, die in noch provisorischer Art und Weise zusammengesetzt werden. Der Autor wünscht sich dabei, dass der Leser und die Leserin das von ihm skizzierte Modell des psychischen Apparates überprüfen, möglicherweise korrigieren und erweitern, er geht davon aus, dass die Theoriebildung sich in einer unaufhörlichen Veränderung und einem ständigen Fluss befinden muss. Damit lädt er zu eigener Arbeit und zum Weiterdenken, zur Erweiterung ein.
Dabei beschäftigt sich das Buch in erster Linie mit der Bedeutung der primären Lebensorganisation. Der Autor zeigt auf, dass der Mensch nicht nur in körperlicher, sondern auch in seelischer Hinsicht mit der übrigen Natur verbunden ist, dass sein Seelenleben, Struktur und Entwicklung also, in einem direkten Zusammenhang auch mit den höher organisierten Tieren gesehen werden sollte. Damit entwirft er eine lange, kontinuierliche und in sich schlüssige Entwicklungslinie.
Das Buch richtet sich wegen der Vielfalt der theoretischen Ansätze nicht nur an PsychoanalytikerInnen, sondern auch an andere Disziplinen. Es lädt dazu ein, weiterzudenken und die Grenzen bisheriger Vorstellungen zu überschreiten, und das ist nur in einem interdisziplinären Dialog möglich, auf den der Autor besonderen Wert legt.
Der klinische Teil möchte unter anderem zeigen, dass die in diesem Buch entwickelte Neukonstituierung des Menschenbildes hilfreich für unsere therapeutische Arbeit ist, weil die grundlegende strukturelle Bedeutung des Gefühlslebens und der Umgang mit der Flüchtigkeit der sekundären Strukturen einen neuen Bezugsrahmen erhalten. Diese gibt dem vorliegenden Buch auch einen breiten Rahmen praktischer Anwendbarkeit, zudem schaffen die Offenheit und die Möglichkeit von Veränderung und Erweiterung einen lebendigen Zugang, aber auch Anregung für eigene Gedanken und Vorstellungen. Damit ist der Inhalt nie starr oder dogmatisch.
Die vorliegenden Theorien zur primären Lebensorganisation enthalten den Vorschlag, die Grundlagen der bisherigen Traumatherapie zu erweitern, damit knüpft der Autor auch an ein frühere Buch an (Hans Holderegger, Der Umgang mit dem Trauma) und entwickelt seine ursprünglichen Überlegungen weiter.
Das Buch erweitert die Zugangsmöglichkeiten, es ist gut verständlich geschrieben, auch für Nichtfachleute, und durch den interdisziplinären Ansatz sowie die Anregung des sensorischen Zugangs durch eine Fülle von klarifizierenden und illustrierenden Literaturbeispielen spannend und abwechslungsreich."

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